30.11.2021

Geflügelpest: Weiterer Fall im Landkreis Harburg festgestellt

Dies teilte das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in einer Presseerklärung mit. Damit sind bisher neun Fälle von Geflügelpest bei gehaltenen Tieren in Niedersachsen bestätigt. Bei Wildvögeln wurden bislang 25 Feststellungen verzeichnet. Betroffen sind die Landkreise Aurich, Cuxhaven, Friesland, Harburg, Leer, Osnabrück, Osterholz, Stade, Wesermarsch sowie die Stadt Wilhelmshaven.

Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast: „In den vergangenen Tagen hat sich leider bestätigt, was wir bereits befürchtet hatten: Die Dynamik der Geflügelpest ist noch einmal größer als 2020. Nun gilt es, alle Vorsorgemaßnahmen strikt einzuhalten. Dazu gehören die Biosicherheit, die Kontaktbeschränkung auf das notwendige Maß und die Einhaltung der Aufstallungsanordnungen. Jeglicher Kontakt zu Wildvögeln ist zu vermeiden.“

Ministerin Otte-Kinast hatte bereits am 19. November den Tierseuchenkrisenfall für Niedersachsen festgestellt. Konkret wurde dadurch das Tierseuchenkrisenzentrums im Ministerium aktiviert und die Einrichtung eines Krisenkoordinierungsstabes beim Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) in Oldenburg angeordnet. Die Ministerin steht dem Landeslenkungsstab vor, der sich aus einem interministeriellen Krisenstab, Verbänden, Kammern und Vertretern der Tierseuchenkasse zusammensetzt. Außerdem wurde das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) einbezogen.

In Niedersachsen werden rund 106,6 Millionen Geflügeltiere in 53.650 Beständen gehalten.
Geflügelpest: Weiterer Fall im Landkreis Harburg festgestellt
Foto/Grafik: Katharina Wieland Müller / pixelio.de
Die Geflügelpest breitet sich weiter aus. Jetzt ist im Landkreis Harburg ein Bestand mit etwa 33.000 Geflügeltieren betroffen.
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