29.09.2026
Vion: Weniger Emissionen, kleinerer CO2-Fußabdruck

Foto/Grafik: Vion Food Group
Vion teilt mit, die Treibhausgasemissionen deutlich gesenkt zu haben und mehr erneuerbare Energie zu nutzen.
Die Vion Food Group reduziert eigenen Angaben nach die Umweltauswirkungen ihrer eigenen Aktivitäten und entlang der Lieferkette und entwickelt gleichzeitig Tierwohl und Beschäftigungsmodell weiter.
Die aktuellen Nachhaltigkeitsdaten zeigen: Vion hat die Treibhausgasemissionen deutlich gesenkt, nutzt mehr erneuerbare Energie und macht weitere Fortschritte beim Tierschutz in Produktion und Schlachtung, so das Unternehmen. „Unsere Fortschritte zeigen, was sich mit verlässlichen Daten, Praxiserfahrung und Innovation erreichen lässt. Wir müssen verstehen, wo wir wirklich etwas bewirken können, und dieses Wissen gemeinsam mit Landwirten, Kunden und weiteren Partnern in der Lebensmittelkette für konkrete Verbesserungen zu nutzen. Nachhaltigkeit heißt für uns, heute Verbesserungen umzusetzen und gleichzeitig die Lebensmittelketten für die Zukunft zu stärken“, so Dr. Veronika Weber, Chief Sustainability Officer bei Vion.
Emissionen entlang der Wertschöpfungskette senken
Vion hat seine Treibhausgasemissionen in Scope 1 und 2 gegenüber dem Basisjahr 2021 um 38,2 % reduziert, teilt das Unternehmen mit. Zurückzuführen sei dies vor allem auf eine höhere Energieeffizienz und der Umstieg auf erneuerbare Energien. Damit isei der Energieverbrauch in den Produktionsbetrieben seit 2021 um 18,5 % gesunken. Gleichzeitig stieg der Anteil erneuerbaren Stroms von 0,1 % im Jahr 2021 auf 32 %. Seit 2026 nutzen alle Vion-Standorte in den Niederlanden zu 100 % Strom aus erneuerbaren Quellen.
Auch die Scope-3-Emissionen seien um 35,2 % gesunken. Sie umfassen die Emissionen entlang der weiteren Wertschöpfungskette. Ein großer Teil der Umweltauswirkungen der Fleischproduktion entsteht auf landwirtschaftlicher Ebene. Deshalb misst Vion diese Emissionen zunehmend direkt in der Lieferkette und arbeitet gemeinsam mit den Betrieben an ihrer Reduktion. Maßnahmen auf landwirtschaftlicher Ebene hätten dazu beigetragen, die Emissionen pro Schwein um 1,8 % und pro Rind um 2,5 % zu senken. Bis 2030 will Vion die Scope-1-, 2- und 3-Emissionen um 42 % reduzieren. Neue Maßnahmenpläne sollen aber dazu beitragen, das Ziel zumindest bei Scope 1 und 2 sogar zu übertreffen. Gleichzeitig baue das Unternehmen die Berechnung verifizierter CO2-Fußabdrücke weiter aus. Bis 2030 will Vion 25 % seines gesamten Schlachtvolumens mit einem berechneten CO2-Fußabdruck verkaufen. Damit sollen mehr Daten auf landwirtschaftlicher Ebene ausgetauscht werden. Gleichzeitig erhalten Kunden und Landwirte bessere Einblicke in die Emissionen entlang der gesamten Kette, heißt es.
Mit Daten und Innovation das Tierwohl verbessern
Auch beim Tierschutz will Vion seinen Weg konsequent fortsetzen. Der Anteil der Tiere mit zertifizierten höheren Tierwohlstandards sei Vion zufolge auf 23,3 % gestiegen. An den Produktionsstandorten helfe Technologie dabei, den Tierschutz noch genauer zu kontrollieren. KI-gestützte Kamerasysteme erkennen mögliche Auffälligkeiten in den Warte- und Schlachtbereichen und helfen dabei, diese gezielt zu adressieren. Die automatisierte Erfassung von Schwanzlänge und Läsionen bei Schweinen in den Niederlanden gebe Landwirten bessere Einblicke in den Zustand der Schwänze und ermöglicht Vergleiche zwischen Betrieben. Damit will Vion den Übergang zur Haltung von Schweinen mit intakten Schwänzen unterstützen. Ziel sei es, das routinemäßige Schwanzkupieren bis 2030 zu beenden.
Mehr direkte Beschäftigung in den Niederlanden
Vion entwickelt sein Beschäftigungsmodell in den Niederlanden weiter und passt es an veränderte regulatorische Anforderungen und Branchenversprechen an. Bis Mitte 2026 sollte ein Verhältnis von 50 zu 50 zwischen direkt bei Vion Beschäftigten und flexiblen Arbeitskräften erreicht werden. Dieses Ziel sei bereits übertroffen worden: Inzwischen sei mehr als die Hälfte der Mitarbeitenden direkt bei Vion beschäftigt. In Deutschland setze das Unternehmen vollständig auf direkte Beschäftigung.
Auch bei Gesundheit und Sicherheit zeigen sich messbare Fortschritte: Die Zahl der Arbeitsunfälle mit Ausfallzeiten sei deutlich gesunken. Gleichzeitig habe sich der interne Wert auf der Safety Culture Ladder weiter verbessert. Vion arbeitet nach eigenen Angaben bereits seit mehreren Jahren daran, Sicherheit fest im Arbeitsalltag zu verankern und eine proaktive Sicherheitskultur im gesamten Unternehmen zu stärken.